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A

AAA-Rating

Ein AAA-Rating stellt die beste Bonitätsbeurteilung durch eine Ratingagentur dar. Bei Wertpapieren mit dieser Bonitätsbeurteilung besteht praktisch kein Ausfallsrisiko.

 

ADAS (Austrian Direct Auction System)

Von der OeKB (Oesterreichische Kontrollbank) betriebene Plattform, über die seit 1998 das Auktionsverfahren österreichischer Bundesanleihen elektronisch abgewickelt wird.

 

Aktie

Wertpapier, das einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft verbrieft und dem Inhaber Vermögens- und Mitspracherechte sichert.

 

Anleihe (Obligation, Schuldverschreibung, Bond)

Forderungswertpapier mit genau festgelegten Bedingungen hinsichtlich Verzinsung, Laufzeit und Rückzahlungsverpflichtungen, mit dem Großschuldner längerfristige Darlehen aufnehmen. Großschuldner sind die öffentliche Hand (Bund, Länder, Städte), Großunternehmen und Banken.

 

Anleihebedingungen

Die Anleihebedingungen enthalten die konkrete Ausgestaltung einer Anleihe. Insbesondere beziehen sich die Anleihebedingungen auf die Zins- und Tilgungsmodalitäten, Termine der Auszahlungen sowie andere Inhalte, die für Emittenten und Investoren bindend sind.

 

Anleihemarkt (Rentenmarkt/Bondmarkt)

Jenes Segment des Kapitalmarkts, das die Emission (Primärmarkt) und den Handel (Sekundärmarkt) mit Anleihen umfasst. Durch die Emission von Anleihen können sich Emittenten Fremdkapital beschaffen, ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen.

 

Ask (Brief-Kurs)

Mit Ask wird jener Preis bezeichnet, der bezahlt werden muss, um ein Wertpapier zu erwerben.

 

ATX (Austrian Traded Index)

Ein von der Wiener Börse AG entwickelter und real-time berechneter Preisindex, in dem große österreichische Unternehmen repräsentiert sind. Der ATX enthält die 20 liquidesten Aktien der Wiener Börse, gewichtet gemäß ihrer Marktkapitalisierung. Ausgangspunkt für die Berechnung des ATX ist der 2. Jänner 1991 mit 1.000 Punkten.

 

Auftrag (Order)

Stellt eine Willensbekundung eines Marktteilnehmers, Wertpapiere zu kaufen bzw. zu verkaufen, dar.

 

Auktionsverfahren

Bundesanleihen werden in regelmäßigen Abständen über Auktionsverfahren an einen definierten Kreis von Finanzinstituten versteigert.

 

B

Bankanleihen

Anleihen, die von Kreditinstituten begeben werden.

 

Basispunkt

Allgemein übliche Angabe als Maßgröße für einen hundertstel Prozentpunkt (0,01 %).

 

Benchmark

Ein Vergleichsmaß für den Ertrag verschiedener Anlageformen, z. B. Performance österreichischer Aktien oder Anleihen. Gängige Benchmarks für österreichische Bundesanleihen sind z. B. API Index, EFFAS Austria Govt All, JPM GBI Austria oder Markit iBoxx EUR Austria. Als Benchmark für österreichische Aktien fungiert z. B. der ATX Index. Am Geldmarkt wird als Benchmark der laufzeitkonforme EURIBOR herangezogen.

 

Beteiligungswertpapier

Ein Wertpapier, das in der Regel einen Anteil am Unternehmen selbst verbrieft (wie zum Bespiel eine Aktie) und somit bestimmte Rechte zusichert.

 

Bid (Geld-Kurs)

Mit dem Bid wird jener Preis bezeichnet, der beim Verkauf eines Wertpapiers erlöst wird.

 

Bonität

Kreditwürdigkeit oder Qualität eines Schuldners, gemessen an der (erwarteten) Fähigkeit aufgenommene Schulden zurückzahlen zu können (Zahlungsfähigkeit) beziehungsweise zurückzahlen zu wollen (Zahlungswilligkeit).

 

Börse

Markt, auf dem für Wertpapiere beziehungsweise Waren nach Angebot und Nachfrage Preise gebildet werden.

 

Börsenotierung

Die Börsenotierung ist Voraussetzung für die Handelbarkeit eines Wertpapiers an einer Börse. Börsennotierte Wertpapiere und damit auch deren Emittenten unterliegen den sogenannten Zulassungsfolgepflichten, die die Transparenz gewährleisten.

 

Bundesanleihe

Bundesanleihen sind von der Republik Österreich begebene Anleihen und stellen eine direkte und unbedingte Schuld des Bundes dar. Sie sind in der Regel fix verzinst und verfügen über höchste Transparenz und Liquidität. Aufgrund der hohen Bonität Österreichs weisen sie die höchstmögliche Sicherheit für Anleger auf, sind mündelsicher und stellen eine nachhaltige Anlageform dar.

 

bundesschatz.at

Bundesschätze sind Wertpapiere des Bundes, deren Verkauf – im Unterschied zu Bundesanleihen –ausschließlich über das Internet direkt bei der Republik Österreich erfolgt. Ein Wertpapierdepot bei einer Bank ist dazu nicht notwendig.

C

Clean Price

Unter einem Clean Price versteht man den aktuellen Kurs eines Finanzinstruments, ohne die aufgelaufenen Zinsen seit der letzten Zinsperiode mit einzurechnen, d. h. ohne die Stückzinsen zu berücksichtigen (vs. Dirty Price).

 

Collective Action Clauses (CACs)

Collective Action Clauses (Umschuldungsklauseln) sind Vertragsbestimmungen, die ab Jänner 2013 in Anleihebedingungen für nach österreichischem Recht begebene Anleihen der Republik Österreich mit einer Laufzeit von über 12 Monaten aufgenommen wurden. Diese standardisierten und identischen Umschuldungsklauseln gelten laut ESM Vertrag in allen Eurozone Staaten. Im Falle einer drohenden Zahlungsunfähigkeit eines Staates können die Gläubiger mit qualifizierter Mehrheit Änderungen der vereinbarten Vertragsbestimmungen beschließen, die sämtliche Anleihegläubiger binden.

D

Darlehen

Vertrag, in dem sich der Darlehensgeber verpflichtet, dem Darlehensnehmer einen Geldbetrag zu leihen. Der Darlehensnehmer seinerseits verpflichtet sich zur Rückzahlung des geliehenen Betrages und zur Zahlung der festgesetzten Zinsen. Darlehen sind im Unterschied zu Anleihen keine Wertpapiere.

 

Depot

Das Wertpapierdepot dient der Bank zur Verwahrung und Verwaltung der vom Kunden hinterlegten Wertpapiere. Die Bank verbucht und verwaltet hier Käufe und Verkäufe, die auf dem Depotauszug aufgezeigt werden. Neben Wertpapierdepots gibt es auch Golddepots.

 

Depotgebühr

Entgelt, das die Bank dem Inhaber von Wertpapieren für die Verwahrung sowie Verwaltung verrechnet.

 

Dirty Price

Bezieht sich auf den Preis, der beim Kauf/Verkauf einer Anleihe effektiv zu bezahlen ist. Er ergibt sich aus dem Kurs der Anleihe und den aufgelaufenen Stückzinsen, welche sich bis zum Tag des Kaufs/Verkaufs der Anleihe angesammelt haben (vs. Clean Price).

 

Duration

Die sogenannte Macaulay Duration ist eine Sensitivitätskennzahl, welche die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer einer Geldanlage in einem festverzinslichen Wertpapier in Jahren angibt. Genauer genommen ist die Duration der gewichtete Mittelwert der Zeitpunkte, zu denen der Anleger Zahlungen aus einem Wertpapier erhält. Die Modified Duration gibt an, wie stark sich der Gesamtertrag einer Anleihe ändert, wenn sich der Zinssatz am Markt um +/- 1 % ändert.

E

Emission

Ausgabe von Wertpapieren und deren Platzierung bei Investoren.

 

Emissionskurs (Ausgabekurs)

Der Emissionskurs eines Wertpapiers ist jener Preis, der bei der erstmaligen Ausgabe des Wertpapiers für dessen Erwerb gezahlt werden muss. Der Emissionskurs kann über oder unter dem Nominalwert liegen oder ihm exakt entsprechen.

 

Emittent

Gesellschaft oder Körperschaft, die zum Zweck der Kapitalbeschaffung Wertpapiere ausgibt („begibt", „emittiert"). Als Emittenten treten z. B. Bund, Länder, Kreditinstitute oder Industrieunternehmen auf.

 

EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate)

Der EURIBOR ist ein für Termingelder (Termineinlagen, Festgeld) in Euro ermittelter Zwischenbanken-Zinssatz.

F

Fälligkeit

Die Fälligkeit gibt den Termin an, zu dem ein Gläubiger seine Forderungen gegenüber einem Schuldner oder Emittenten geltend machen kann und dieser verpflichtet ist, allen Verpflichtungen nachzukommen.

 

Festverzinsliches Wertpapier

Bezeichnung für Wertpapiere, die einen festgelegten, regelmäßigen Ertrag abwerfen. Dazu zählen beispielsweise Anleihen, Bundesschatzscheine, Commercial Papers, Namensschuldverschreibungen, Pfandbriefe und Kommunalbriefe. Festverzinsliche Wertpapiere werden nach der Laufzeit in Geldmarktpapiere und langfristige festverzinsliche Wertpapiere unterteilt.

 

Floater

Variabel verzinsliches Wertpapier. Der Zinssatz ist meist an einen Indikator gebunden.

 

FMA (Finanzmarktaufsichtsbehörde)

Die FMA ist eine integrierte unabhängige Allfinanzaufsichtsbehörde, die seit 1. April 2002 mit der Durchführung der Banken-, Versicherungs-, Wertpapier- und Pensionskassenaufsicht in Österreich betraut ist.

www.fma.gv.at

 

Forderungswertpapier

Wertpapiere, die dem Inhaber den rechtmäßigen Anspruch auf Forderung, wie zum Beispiel das Recht auf Zinszahlungen sowie die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals, einräumen.

 

Fremdwährungsrisiko

Das Fremdwährungsrisiko besteht darin, dass eine Veranlagung in Fremdwährung an Wert verlieren kann, wenn sich der Wechselkurs während der Laufzeit ändert. Anderenfalls können durch Wechselkursschwankungen aber auch Währungsgewinne entstehen.

G

Geldmarkt

Der Geldmarkt im engeren Sinn umfasst den Handel von Zentralbankguthaben unter Banken und dient dem Liquiditätsausgleich. Ferner umfasst dieser die Gesamtheit aller Handelstätigkeiten mit kurzfristigen Finanzinstrumenten (Laufzeiten bis zu einem Jahr).

H

High-Yield-Anleihen

Anleihen der unteren Ratingkategorien mit einem Non-Investment-Grade Rating, d.h. unter Baa3/BBB-/BBB-. Diese Anleihen werden manchmal auch als „junk bonds" bezeichnet.

I

Inhaberwertpapiere

Jeder Inhaber eines solchen Wertpapiers kann seine verbrieften Rechte (zum Beispiel Zinszahlung) geltend machen, ohne dass ein Nachweis erbracht werden muss, tatsächlich der rechtmäßige Inhaber zu sein.

 

Institutionelle Investoren

Institutionelle Investoren bilden neben Privatinvestoren die zweite Anlegergruppe an den Kapitalmärkten. Zu den institutionellen Investoren zählen vor allem Investmentfonds, Banken, Pensionskassen und Versicherungsunternehmen, Zentralbanken und Staaten.

 

ISIN (International Securities Identification Number)

Eine zwölfstellige Buchstaben-Zahlen-Kombination, die weltweit eine einmalige Identifikation für alle Wertpapiere ermöglicht.

 

J

K

Kapitalmarkt

Markt für die mittel- bis langfristige Kapitalbeschaffung. Die bedeutendsten Segmente des Kapitalmarkts sind der Aktienmarkt, über den Eigenkapital aufgebracht wird, und der Anleihenmarkt, über den Fremdkapital aufgebracht wird.

 

Kreditrisiko (Bonitätsrisiko)

Unter dem Kreditrisiko wird die Gefahr verstanden, dass ein Kreditnehmer den ihm gewährten Kredit nur teilweise oder gar nicht zurückzahlen kann oder will.

 

Kündigungsrisiko

Risiko, welches infolge einer vorzeitigen Kündigung durch den Emittenten eintreten kann. Gekündigte Beträge können eventuell nur mehr zu einem niedrigeren Zinssatz wieder veranlagt werden.

 

Kupon

Der Kupon gibt die Verzinsung der Anleihe in Prozent des Nennwertes wider.

 

Kurs

Handelspreis eines Wertpapiers (z. B. Bundesanleihe, Aktien etc.) oder eines gehandelten Gutes. Der Kurs wird hauptsächlich von dem Verhältnis des Angebots zur Nachfrage bestimmt.

 

Kursrisiko

Bei Anleihen Risiko von Kursverlusten (aber auch Chance auf Kursgewinne) durch Änderung des Marktzinsniveaus. Wird in der Regel durch die „Duration“ ausgedrückt und nimmt mit der Restlaufzeit zu.

L

Laufzeit

Zeitraum, der zwischen der Emission und der Fälligkeit eines Wertpapiers liegt.

 

Liquidität (Handelbarkeit, Marktfähigkeit)

Fähigkeit im Markt ein Wirtschaftsgut schnell gegen ein anderes zu tauschen beziehungsweise zu kaufen oder zu verkaufen.

 

Liquiditätsrisiko

Risiko, ein Wertpapier nicht jederzeit handeln zu können.

M

Markt

Der Markt im weiteren Sinne ist jener Ort, an dem Waren regelmäßig gehandelt oder getauscht werden. Bei einem Finanzmarkt handelt es sich um die Zusammenführung von Marktteilnehmern, die Kapital (Geld) veranlagen wollen und dieses Geld anderen – gegen Berechnung von Zinsen oder Dividenden – zur Verfügung stellen

 

Marktkapitalisierung

Indikator für die Bedeutung eines börsenotierten Unternehmens am Aktienmarkt. Die Marktkapitalisierung berechnet sich aus dem aktuellen Aktienkurs multipliziert mit der Anzahl der ausgegebenen Aktien. Für Anleihen wird dabei das gesamte im Umlauf befindliche Emissionsvolumen als Maßstab herangezogen.

 

Marktzinsniveau

Am Markt übliche Verzinsung einer Geldanlage für eine bestimmte Laufzeit.

 

Mündelsicherheit

Als mündelsicher werden jene Kapitalanlagen bezeichnet, welche für die Anlage vom Mündelgeldern laut §230ff ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch) geeignet sind.

N

Nachhaltige Geldanlage

Bei nachhaltigen Geldanlagen werden die klassischen Kriterien der Geldanlage (Ertrag, Sicherheit und Liquidität) um ökologische, soziale und ethische Bewertungspunkte ergänzt. Die Republik Österreich verfügt über die bestmöglichen Nachhaltigkeits-Ratings. Österreichische Bundesanleihen gelten deswegen als nachhaltige Geldanlage.

 

Nachschüssige Zinsen

Abrechnung der Zinsen findet erst im Nachhinein, also am Ende der Berechnungsfrist, statt. Diese Art der Zinsberechnung ist üblich für österreichische Bundesanleihen.

 

Negativerklärung

Diese Erklärung verpflichtet den Schuldner zugunsten der Gläubiger sicherzustellen, dass alle Verbindlichkeiten aus der Finanzschuld im gleichen Rang stehen. Der Rang zielt auf die Gleichbehandlung der Kreditorenansprüche ab, das heißt, dass die Finanzschuld an die Gläubiger bezahlt wird, ohne dass nach der Reihenfolge oder einem anderem Kriterium einzelne Geldgeber bei der Schuldentilgung bevorzugt werden.

 

Nennwert (Nominale)

Vom Emittenten festgelegter Wert eines Wertpapiers (z. B. Aktie, Anleihe etc.). Der Nennwert bildet zugleich die Recheneinheit.

 

Nichttitrierte Schuld

Verschuldung in Form von Direktkrediten und Darlehen.

 

Nullkupon Anleihe (Zero-Coupon-Bond)

Anleihenart bei der keine laufenden Zinserträge anfallen. Der Zinsertrag bei Nullkupon-Anleihen ergibt sich für den Gläubiger erst am Ende der Laufzeit und zwar aus der Differenz zwischen dem niedrigen Anschaffungskurs und dem höheren Rückzahlungskurs.

O

Oesterreichische Kontrollbank (OeKB)

Die OeKB ist ein auf den Bereich Exportwirtschaft und Kapitalmarkt spezialisiertes Kreditinstitut. Auktionen von österreichischen Bundesanleihen werden seit 1998 elektronisch über die von der OeKB betriebene ADAS-Plattform abgewickelt.

www.oekb.at

 

Oesterreichische Nationalbank (OeNB)

Die OeNB ist die Zentralbank der Republik Österreich und als solche auch integraler Bestandteil des Eurosystems und des ESZB (Europäisches System der Zentralbanken). In dieser Funktion ist sie personell, finanziell und institutionell völlig unabhängig. Ihre Hauptziele sind die Gewährleistung von Preisstabilität und Finanzmarktstabilität.

www.oenb.at

 

Österreichische Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA)

Die Österreichische Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA) handelt im Namen und auf Rechnung der Republik Österreich und ist für die Aufnahme von Schulden, für das Schuldenportfoliomanagement und für die Kassenverwaltung des Bundes zuständig. Ziel ist die Bereitstellung der erforderlichen Finanzierungsmittel bei risikoaverser Grundausrichtung zu möglichst geringen mittel- bis langfristigen Finanzierungskosten.

www.oebfa.at

P

Pari

Der Preis eines Wertpapiers wird als pari bezeichnet, wenn er gleich dem Nennwert (festgesetzten Wert) des Papiers ist (vs. Über-/Unter pari).

 

Performance (Total Return)

Gesamtertrag einer Vermögensanlage (z. B. einer Aktie, Anleihe, eines Portfolios oder eines Investmentfonds), meist auf einen bestimmten Zeitraum bezogen und in Prozent ausgedrückt.

 

Portfolio

Die Gesamtheit jener Finanzinstrumente (Anleihen, Aktien etc.), in denen ein Finanzmarktteilnehmer veranlagt ist.

 

Primärhändler

Am Auktionsverfahren für österreichische Bundesanleihen direkt teilnahmeberechtigte Banken.

 

Primärmarkt

Bezeichnung für den Emissionsmarkt, an dem die erstmalige Ausgabe von Wertpapieren erfolgt und über den der Verkauf an die Anleger stattfindet.

Q

R

Rating

Beurteilung der Bonität (Qualität) eines Kreditnehmers (z. B. Staat, oder Unternehmen) anhand qualitativer und quantitativer Kriterien. Das Rating kann vom Investor/Kreditgeber selbst (internes Rating) oder von einer Ratingagentur (externes Rating) vergeben werden. Je besser das Rating, desto niedriger ist die Ausfallwahrscheinlichkeit des Kreditnehmers und desto niedrigere Zinsen hat dieser im Regelfall für einen Kredit oder eine Anleihe zu zahlen.

 

Referenzzinssatz (Referenzzins)

Repräsentativer, meist kurz- bis mittelfristiger Zinssatz, an dem sich Veränderungen anderer Zinssätze (v. a. solche für Floater) orientieren. Die international bekanntesten Referenzzinssätze sind z. B. der EURIBOR und der LIBOR.

 

Rendite

Kennzahl für den erwirtschafteten Ertrag eines Wertpapiers, ausgedrückt in Prozent des investierten Kapitals. Dabei wird unter der sogenannten laufenden Rendite (d. h. Kupon im Verhältnis zum Anleihenkurs) und der Endfälligkeitsrendite (Yield to Maturity) unterschieden.

 

Rentabilität

Bestimmt sich bei einer Wertpapieranlage aus deren Ertrag und ist das prozentuale Verhältnis des Gewinnes zum eingesetzten Kapital oder Umsatz, siehe auch Rendite.

 

Rentenmarkt

Siehe Anleihenmarkt.

 

Restlaufzeit

Zeitraum, der bei einer Anleihe oder Geldmarktveranlagung bis zur endgültigen Fälligkeit (Tilgung) verbleibt.

S

Schuldtitel

Versprechen seitens des Ausstellers (Emittenten, Kreditnehmers), dem Besitzer (Gläubiger, Kreditgeber), zu einem (mehreren) voraus festgelegten Zeitpunkt(en), einen oder mehrere Beträge zu zahlen.

 

Sekundärmarkt

Markt, auf dem bereits im Umlauf befindliche Wertpapiere gehandelt werden.

 

Sekundärmarkt-Rendite (SMR)

Gewichteter Durchschnitt der Renditen der an der Wiener Börse im Amtlichen Handel notierten Anleiheemissionen in Euro. Die Anleihen müssen eine fixe Verzinsung und eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen.

 

Stückelung

Die Stückelung ist die Einteilung von Aktien und Anleihen in verschiedene Nennwerte. Sie gibt den Nennwert der einzelnen Teilschuldverschreibungen (Anleihestücke) oder Aktienstücke an.

 

Stückzinsen

Stückzinsen sind ein Ertragsanteil bei einem verzinslichen Wertpapier, der anteilig auf den Zeitraum zwischen zwei Zinsterminen fällt.

 

Syndizierte Emission

Begebung von Anleihen über ein Bankenkonsortium (Syndikat).

T

Tilgungskurs

Unter dem Tilgungskurs versteht man die Höhe jenes Betrages – angegeben in Prozenten des Nominales – den der Emittent dem Inhaber der Anleihe als Ausgleich seiner Schuld nach Ende der Laufzeit zurückzahlt. In der Regel erfolgt die Tilgung zum Nominalwert (d. h. zu 100 oder zu pari).

 

Titrierte Schuld

Verschuldung, die vom Inhaber formlos übertragen wird (z.B. in Form von Wertpapieren).

 

Transparenz

Durch gesetzliche Publizitätspflichten wird sicher gestellt, dass alle Marktteilnehmer Zugang zu den notwendigen Informationen erhalten (und somit über alle nötigen Aspekte Kenntnis besitzen) die mit dem Wertpapier in Verbindung stehen. Diese Verfügbarkeit von Informationen wird „Transparenz" genannt.

U

Über Pari (Agio)

Beschreibt die Differenz des Ausgabekurses über dem Nominalwert.

 

Unter Pari (Disagio)

Der Begriff Disagio bezeichnet den bei der Ausgabe abgezogenen Abschlag vom Nominalwert eines Wertpapiers. Das Wertpapier wird also unter seinem Nominalwert („unter Pari") emittiert.

 

Unternehmensanleihen (Corporate Bonds)

Anleihen, die von Unternehmen (Nicht-Banken) begeben werden.

V

Variable Verzinsung (Floater)

Verzinsungsart, bei der der Zinssatz schwankt und somit nicht gleichbleibend ist. Der Zinssatz ist meistens an den Indikator oder Index gebunden.

 

Volatilität

Risikokennzahl und Maß für die durchschnittliche Schwankungsbreite eines Preises (zum Beispiel: Börsenkurse) für eine bestimmte Periode und entspricht – statistisch gesehen – der Standardabweichung. Je größer die Volatilität, desto stärker schwankt ein Preis beziehungsweise Kurs um seinen Mittelwert.

W

Wandelanleihe (Convertible Bond)

Festverzinsliche Anleihen von Aktiengesellschaften mit einem Wandelrecht, d. h. Umtauschrecht auf Aktien derselben Aktiengesellschaft in einem bestimmten Verhältnis. Wandelanleihen sind in der Regel gesamtfällig, sofern sich der Anleger nicht vorher zum Umtausch entschlossen hat. Der Inhaber kann entweder die Anleihe bis zum Ende ihrer Laufzeit behalten oder die Anleihe in Aktien umtauschen. Vor dem Umtausch hat er Anspruch auf feste, im Voraus bestimmte Zinsen.

 

Wechselkurs (Devisenkurs)

Als Wechselkurs bezeichnet man den Kurs, zu dem man die Währung eines Landes gegen eine andere Währung umtauschen kann.

 

Wertpapier

Urkunde, die ein Privatrecht in der Weise verbrieft, dass zur Ausübung des darin verbrieften Rechts die Innehabung der Urkunde erforderlich ist. Die bekanntesten börsegehandelten Wertpapiere sind Aktien und Anleihen.

 

Wertpapierdepot

Verwahrkonto, über welches ausschließlich Wertpapiertransaktionen (Kauf, Verkauf, etc.) erfolgen und Wertpapierbestände verwaltet werden. Zu jedem Wertpapierdepot gibt es zusätzlich ein Verrechnungskonto.

 

Wertpapiermarkt

Setzt sich aus dem Aktien- und dem Rentenmarkt zusammen.

 

Wertpapiersammelbank

Die Wertpapiersammelbank in der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) ist die zentrale österreichische Verwahrstelle für Wertpapiere.

 

Wiener Börse

Die Wiener Wertpapierbörse ist eine der ältesten Börsen der Welt und wurde 1771 von Maria Theresia gegründet. 1997 wurden der Wertpapiermarkt der Wiener Börsekammer (WBK) mit dem Terminmarkt der Österreichischen Termin- und Optionenbörse (ÖTOB) zur Wiener Börse AG (WBAG) verschmolzen.

www.wienerborse.at

XY

Z

Zinsen

Preis für die Überlassung von Guthaben/Liquidität/Geld (in der Regel Laufzeit bis zu einem Jahr) oder Kapital (in der Regel mit einer Laufzeit über ein Jahr).

 

Zinsfixierungszeitraum

Diese Kennzahl ähnelt der Duration. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Cashflows vor der Laufzeitgewichtung im Falle der Duration diskontiert werden und im Falle des Zinsfixierungszeitraumes nicht.

 

Zinszahlungen

Auszahlung der vereinbarten Zinsen. Zinszahlungen können – je nach Vereinbarungen – einmal oder mehrmals pro Jahr erfolgen. Bei Bundesanleihen werden die Zinsen (= Kupon) einmal pro Jahr (Jahreskupon) ausgezahlt.